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Fernando Pons – Wunder gibt es wirklich

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Fernando Pons, WSOP 2016 Foto von: fabfotos
Beim Main Event der 47. World Series of Poker (WSOP) sind noch 50 Teilnehmer im Spiel, als der Dealer an einem der Tische erneut die Karten austeilt. Der erste Teilnehmer, der sich seine Karten anschaut, ist Jan Suchanek, der in der Under-the-Gun-Position sitzt. Ihm gefällt, was er sieht, und so setzt er 275.000. Als Fernando Pons in der mittleren Position an der Reihe ist, geht er mit. Danach 3bettet Adam Krach am Button, Suchanek geht mit 5,42 Millionen All-In, Pons geht mit 6.445 Millionen ebenfalls All-in und Krach steigt aus.
Suchanek deckt AsQc auf, während Pons beim Showdown JsJd zeigt. Das ist ein Flip. Wenn Suchanek kein Ass oder eine Dame findet, scheidet er auf dem 50. Platz aus. Wenn Pons nicht hält, wird sein Stack danach einer der niedrigsten im Wettbewerb sein. Für beide Teilnehmer ist es die turnierentscheidende Hand. 
Pons rückt seine Kappe zurecht und wartet darauf, dass der Dealer den wichtigsten Flop seines Lebens legt.
Flop: Ad9s3s
Suchanek erhält sein Ass.
Pons ist niedergeschlagen. 
Er hat nur zwei Outs und es kommen noch zwei weitere Karten. Wahrscheinlich muss er seinen Flug überhaupt nicht ändern. Und wahrscheinlich muss er seinen Chef nicht um weitere arbeitsfreie Zeit bitten. Der Traum ist mit Sicherheit vorüber.
Männer wie Fernando Pons erleben keine Wunder.
Turn: 3c
Die Qual steht Pons ins Gesicht geschrieben. 
Nur der River kann ihn jetzt noch retten und das Deck enthält nur noch zwei Karten, die seinen Traum am Leben halten können.
River: Jc
Er hat es geschafft!
Das Deck war die Rettung für Pons. 
Vielleicht gibt es doch Wunder.
Foto von: fabfotos

Arbeiter, Vater, Ehemann und Amateur-Pokerspieler

Der 37-jährige Fernando Pons lebt in Palma de Mallorca auf den spanischen Balearen, einem der schönsten Orte auf der Erde. Er besitzt eine künstlerische Atmosphäre, eine kreative Stimmung, die Kunsthandwerker aus der ganzen Welt anzieht. 
Und er ist weit entfernt vom Trubel von Las Vegas. 
Pons hat eine Frau und eine vierjährige Tochter. Er arbeitet als Kundenbetreuer für eine Einzelhandelskette. Wenn er nicht als Vater oder Ehemann gefordert ist, spielt er gerne Poker, das er sich bei Pokerpartien im Freundeskreis angeeignet hat. 
So unterhaltsam diese Spiele auch waren – Pons wollte immer gewinnen. Er war schon sein ganzes Leben lang ein Gewinner. Er liebte es, jede Hand und jedes Spiel zu gewinnen, und als er besser wurde, mochte er es, Geld zu gewinnen. 
Pons stand immer mit beiden Beiden im Leben. Er war immer Arbeiter, Vater und Ehemann. Poker war stets nur ein Hobby, aber es war ein Zeitvertreib, bei dem ihn seine Freunde und seine Familie unterstützen. Seine Frau bestärkte Pons unablässig in dem Vertrauen auf seinen Erfolg, indem Sie ihn daran erinnerte, welch großartiger Spieler er war, wenn die Karten nicht für die Magie sorgten, die er brauchte. 
Diese Unterstützung erreichte 2012 ihren Höhepunkt. Pons hatte einen Tiefpunkt in seiner Pokerkarriere erreicht. Es mag vielleicht ein Hobby gewesen sein, aber auf einmal waren die Gewinnsträhnen versiegt und der Spaß gleich mit ihnen. Es war eine elende Schinderei. Die Verluste wirkten sich auf seine Beziehung und seine Arbeit aus, und schon bald begann Fernando Pons zu glauben, im Poker ein Niemand zu sein.
Am 30. September 2012 errang Pons bei einem € 660-Buy-In-Turnier im Gran Casino auf Mallorca den zweiten Platz hinter Carlos Ribas. Die Prämie von € 14.858 gab ihm neues Selbstvertrauen. Als er nach Hause kam, empfing ihn seine Frau mit ihrem wissenden ‚Ich hab's dir ja gesagt‘-Gesichtsausdruck. 

Aus € 30 mach $ 8 Millionen

Durch diese Aufstockung seines Guthabens konnte Pons ein Online-Poker-Konto bei 888.es eröffnen. Dort wollte er online Multi-Table-Turniere spielen, nachdem seine Tochter ins Bett gegangen war. 
Im Mai 2016 nahm Pons eines Nachts an einem € 30-Satellitenturnier für ein € 250-Satellitenturnier des WSOP Main Events teil. Pons hätte nie gedacht, dass er gewinnen könnte. Er war nur einer der vielen Tische, an dem er in dieser Nacht spielte. 
Er qualifizierte sich. 
Und er ging weiter zur Arbeit.
Er fragte sich, ob es Wunder wirklich gibt.
Das abschließende Satellitenturnier fand am 22. Mai statt. Es gab 43 Teilnehmer. Pons kuschelte sich auf der Couch an seine Frau und begann, auf seinem Laptop ein paar Tische zu öffnen. Seine Frau hatte eine Hand auf sein Knie und die andere auf der Fernbedienung des Fernsehers. Ihre Tochter schlief im oberen Stockwerk tief und war sich überhaupt nicht bewusst, dass sich ihr Leben bald unwiderruflich verändern würde. 
Das war Pons' Routine - die gleiche Routine, die Hunderttausende von Amateur-Pokerspieler auf der ganzen Welt jede Nacht durchexerzieren. Aber diesmal war es anders. Der Kundenbetreuer gewann. Er war auf dem Weg nach Las Vegas, um im Main Event mit einem Buy-In von $ 10.000 anzutreten. Es war das größte Turnier der Welt. Pons hatte vorher noch nie Las Vegas besucht, geschweige denn, bei einem WSOP-Event gespielt. 
In Zeiten wie diesen wünschen sich die meisten Amateurspieler, sie hätten stattdessen die $ 10.000 in bar - nicht so Pons. Bei einem WSOP Main Event zu spielen, war ein Traum.
Jetzt wollte er wissen, ob Wunder geschehen können. 
Foto von: fabfotos

Welcher Druck?

Wer sich mit nur €30 Einsatz für ein $ 10.000-Event qualifiziert, besitzt den großen Vorteil, keinen Druck zu verspüren. Pons war der Ansicht, dass dies ein entscheidender Pluspunkt für ihn war, also nahm er Platz und versuchte, das größte Pokerturnier ganz bewusst zu genießen. Er hatte nichts zu verlieren Der Spanier war zufällig auf die ideale Einstellung gestoßen. 
Sein Ziel war es, Spaß zu haben, jede Hand so gut zu spielen, wie er konnte, und für Momente zu sorgen, die ihm für immer in Erinnerung bleiben würden. Und er dachte er ständig an seine Frau und seine Tochter zu Hause. Jedes Mal, wenn er zum Geländer schaute, wünschte er, sie seien da und würden ihn anfeuern, seine größten Fans in einem der wichtigsten Momente seines Lebens. 

WSOP Main Event: Tag 1 bis 6

Pons spielte Tag 1C mit 4.239 anderen Teilnehmern, sodass es die größte Ein-Tages-Gruppe in der 47-jährigen Geschichte des Events wurde. 3.252 Teilnehmer qualifizierten sich für Tag 2C, und Pons beendete den Tag auf einer hervorragenden Position mit 118.900 Chips. Nur 280 Teilnehmer hatten mehr gesammelt. 
Das WSOP Main Event ist eines der härtesten Turniere der Welt. Um bis zu den November Nine zu kommen, müssen Sie an sieben aufreibenden Wettkampftagen bestehen, die Sie mental und physisch beanspruchen. Das Glück muss ebenfalls auf Ihrer Seite sein. Es gibt nur wenige Spieler, denen es gelingt, ganz ohne All-Ins durch den Wettbewerb zu ziehen. 
So ließ sich Pons also nicht hinreißen, als er sich mit 279.600 Chips für Tag 3 qualifizierte. Er dachte nicht daran, das Ding zu gewinnen. Er durchstand die einzelnen Tage nur mit Adrenalin. Wegen des Jetlags und der fehlenden Atempause danach konnte er nicht schlafen.
Das Ziel hatte sich geändert. 
Pons wollte das Geld unbedingt gewinnen. 
Er hatte sich für € 30 qualifiziert. 
$ 15.000 waren reiner Gewinn. 
Es war ein harter Tag für Pons. 798 Teilnehmer überstanden den Tag erfolgreich, und er beendete mit 137.000 Chips ihn auf Rang 684. Er hatte weniger Chips als zu Beginn des Tages, aber bereits einen garantierten Betrag von $ 16.000. Außerdem hatte er sich für Tag 4 qualifiziert. Als er zu Hause anrief und mit seiner Frau sprach, war er schon zuversichtlicher. Er dachte an Chris Moneymaker, den Mann, der mit seinem Sieg beim WSOP Main Event, für das er sich mit $ 30 qualifiziert hatte, die Pokerlandschaft für immer verändert hat. Er dachte auch an Carlos Mortensen, den größten spanischen Spieler aller Zeiten und Gewinner eines WSOP Main Events. 
Setzen sich sich.
Sie haben nichts zu verlieren.
Sie sind schon jetzt ein Gewinner.
Nehmen Sie jeden Tag, wie er kommt.
Tag 4 war hart. Pons war unausgeschlafen. Phasenweise glaubte er nicht, dass es eine Ziellinie gab. Er wollte einfach nur schlafen. Sein Stack nahm immer weiter ab, seine Hoffnung aber nie. Er hatte den größten Teil des Tages nur einen kleinen Stack und hätte den Wettbewerb verlassen müssen, wenn sein heroisches All-In nicht genau ins Schwarze getroffen hätte. Seine Kraft hatte vielleicht nachgelassen, sein Pokerverstand allerdings nicht. 
251 Teilnehmer waren am Ende des Tages noch im Turnier. Pons stand auf und schaute sich um. Er sah den kahl rasierten Kopf seines Freundes Massa Paolo, der wie ein Leuchtturm der Hoffnung lächelnd am Geländer stand, den Daumen voller Bewunderung nach oben streckend. Mike Gorodinsky stapelte Chips unterhalb seines Banners als WSOP-Spieler des Jahres 2015, Daniel Colman telefonierte mit seinem Handy und Johnny Chan streifte seinen Arm, als er tief ins Gespräch mit einem Freund versunken vorbeihastete. 
Was geschah dort?
Er hatte jetzt garantierte $ 36.000, denselben Geldbetrag, den Pons gewonnen hätte, wenn er Carlos Ribas bei der spanischen Landesmeisterschaft geschlagen hätte, zu einer Zeit, als er glaubte, er sei ein Niemand im Poker. Es war einfach surreal. Er hatte 1,58 Millionen in Chips. Später las er die Live-Updates und sah, dass er an 81. Stelle lag, und niemand sprach über ihn. Es war geradezu perfekt. 
An Tag 5 schrumpfte das Feld auf 80 Teilnehmer zusammen. 
Für Pons war es ein großer Tag. 
Er häufte 7,9 Millionen Chips an und war bereit für ein Top-10-Finish. Wenn das Turnier heute enden würde, hätte er $ 650.000 gewonnen. Aber es endet heute noch nicht. Es läuft noch weitere zwei Tage. Ein Geldbetrag, der das Leben verändern würde, war in greifbare Nähe gerückt.
Sein Verstand trieb Blüten. 
Was wäre, wenn?
Könnte er wirklich?
An jedem Tag würde er aufwachen und losziehen, um sich ein paar neue Kleidungsstücke zu kaufen. Er hatte nur für einen Aufenthalt von fünf Tagen gepackt. Er würde seinen Flug ändern müssen. Er müsste seinen Chef anrufen und um weitere arbeitsfreie Zeit bitten.
„Warum, was machen Sie gerade?“
Wie erklären Sie Ihrem Herrn und Meister, dass Sie gerade versuchen, beim Pokerspielen auf der anderen Seite des Erdballs $ 8 Millionen zu gewinnen? 
Würde er überhaupt zurückkehren?
Tag 6 und das Unglaubliche geschieht. 
Auf einmal ist Pons All-in, mit Pocket-Neunen, die Pocket-Assen gegenüberstehen. Ein weiterer dieser Augenblicke, von denen Sie hoffen, dass sie nie eintreten, aber insgeheim wissen, dass sie eintreten werden. Ein Moment, in dem selbst die nicht religiösen Menschen beten. Es ist genau der Moment, in dem wir alle an die Pokergötter glauben. 
Pons findet seine Neun. 
Und er verdoppelt.
Er führt das WSOP Main Event mit 46 verbleibenden Teilnehmern an. Wenn das Turnier jetzt enden würde, wäre er Weltmeister. Er hätte $ 8 Millionen gewonnen. Sein Leben würde sich für immer verändern. Seiner Tochter würde es an nichts mangeln. Seine Frau und er besäßen die Freiheit, ihre Träume zu verwirklichen.
Es war ein echtes Wunder. 
Foto von: fabfotos
Und dann gewinnt er gegen Jan Suchanek mit den zwei Outers am River den Flip JJ gegen AQ. Es ist soweit. Pons konnte spüren, wie eine Eigendynamik entstand, die ihn durch jede einzelne Hand führte. Er war erschöpft. Er ging schon auf dem Zahnfleisch. Aber er hatte Hoffnung, er hatte seinen Traum und er drückte die Daumen. 
Nur 27 Teilnehmer qualifizierten sich für den letzten Tag des Sommers. 
Fernando Pons lag mit über 17 Millionen in Chips an 7. Stelle, eine wunderbare Gelegenheit für einen Lauf in die Tiefe. Pons, ein Niemand beim Poker, lieferte sich mit einigen der größten Spieler der Welt ein Rennen bis zur Ziellinie.
Tom Marchese.
Griffin Benger.
Cliff Josephy.
James Obst.
Jared Bleznick.
Antoine Saout.
Wer könnte diese Leute schlagen?
Wann wäre es vorbei?
Er hatte $ 269.430 eingesackt. Wenn es genau jetzt vorbei wäre, hätte er seine größten Erwartungen übertroffen. Er sollte es dabei belassen. Er sollte eigentlich nicht hier sein, und trotzdem fühlt Pons sich ganz wie zu Hause. Jemand hat den Schalter betätigt. Was als Reise begann, die sich nicht am Ergebnis orientierte, wurde jetzt quasi mit dem Laser anvisiert: die November Nine. 
Es war sein erster Besuch in Las Vegas. 
Bisher hatte er nur das Innere des Rio gesehen.
Er wollte unbedingt einen Grund zur Rückkehr.

WSOP Main Event: Tag 7

Tag 7 des WSOP Main Events war ein Tag, der in einer Reihe mit seinem Hochzeitstag und der Geburt seiner Tochter steht. Mittlerweile war sein Flug geändert worden, er hatte weitere Kleidung gekauft und sein Chef hatte seinen Urlaub freundlicherweise verlängert. 
27 Teilnehmer standen noch zwischen ihm und den $ 8 Millionen samt Weltmeistertitel. Es wäre die größte Rocky-Story seit Moneymaker. Er rief seine Frau an. Sie erinnerte ihn daran, wie er noch 2012 dachte, er sei ein Niemand im Poker, und sie ihm sagte, er würde eines Tages groß herauskommen. Hinter jedem großen Mann steht eine noch großartigere Frau. Pons wusste, dass er an diesem Tag nicht dort wäre, wenn er nicht die entschlossene Unterstützung des Menschen gehabt hätte, den er mehr liebte als jeden anderen auf der Welt. Er würde es für sie machen. 
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Das Endspiel

Er begann mit 86bb. 
Sein Plan war es, beständig zu spielen, Hände so zu spielen, wie sie sich ihm bieten, und möglichst gelassen zu bleiben. 
Er hatte reichlich Chips.
Er hoffte, sie würden ausreichen. 
So viele Spieler standen dem Spanier noch im Weg. Pons kannte die meisten von ihnen nicht, und das war gut so. Hätte er gewusst, wie gut Spieler wie Matthew Moss oder Antoine Saout waren, hätte es sein Spiel womöglich beeinträchtigt. 
Er beginnt gut und gewinnt drei Hände in Folge. Er gewinnt die Blinds und Antes mit einem Eröffnung aus der Cutoff-Position. Er erhöht aus der Hijack-Position, bekommt einen Call in Form von Thomas Miller auf dem Button und schlägt ihn mit einer C-Bet. Danach eröffnet Michael Ruane aus der ersten Position und geht Pons in der mittleren Position mit. Der Flop ist Ad9c3s: Ruane setzt 575.000 und Pons geht mit. Der Turn ist 7c und beide Spieler schieben. Der River ist Qs: Ruane schiebt, Pons setzt 900.000, gewinnt den Pot und überschreitet 100BB.
Als nächstes stellt er sich einem der stärksten Gegner, James Obst. Der Australier eröffnet auf dem Button, Pons 3bettet auf der Big-Blind-Position auf 1,3 Millionen und Obst geht mit. Der Flop ist 9h8h2h: Pons setzt 1,225 Millionen und Obst geht mit. Der Turn ist Jd: Pons schiebt, Obst setzt 1,8 Millionen, Pons schiebt-erhöht auf 9 Millionen und gewinnt den Pot.
Pons hätte sich keinen besseren Beginn wünschen können.
Er fühlte sich wohl. 
Er war schon in der Zone.
Antoine Saout scheidet auf dem 25. Platz aus.
Danach verlor er einen großen Pot gegen Mike Shin. Sein Selbstvertrauen hat gelitten, aber er zeigt nicht, dass er angeschlagen ist. Mike Shin eröffnet das Geschehen aus der mittleren Position, Qui Nguyen geht in der Cutoff-Position mit und Fernando Pons geht auf dem Button mit. Der Flop ist Qh5c2c: Shin setzt 750.000, Nguyen passt und Pons geht mit. Der Turn ist Th: Sowohl Shin als auch Pons schieben. Der River ist Qd: Shin setzt 1,55 Millionen und Pons geht mit. Shin deckt AhQs auf und Pons ist gezwungen, mit seiner Dame zu passen, weil er aus dem Spiel ist. Es ist ein Rückschritt, aber er hat immer noch 79BB. 
Valentin Vornicu scheidet auf dem 23. Platz aus.
Pons eröffnet mit 700.000 in der mittleren Position, Hakim 3bettet in Position auf 1,5 Millionen und Pons geht mit. Der Flop ist AcAh8h und beide Spieler schieben. Der Turn ist 5d: Pons setzt 1,5 Millionen und Hakim geht mit. Der River ist Jh: Pons setzt 5,125 Millionen, Hakim geht für 6,275 Millionen All-In und Pons geht mit. Hakim deckt AsTs auf, aber Pons schlägt ihn mit KhQh für den Flush und hat nun 87BB.
Jetzt trifft er ein zweites Mal auf Mike Shin. 
Diesmal funktioniert es viel besser als beim ersten Mal.
Pons eröffnet aus der mittleren Position und geht Shin auf dem Button mit. Der Flop ist Ks8c6h: Pons schiebt und Shin schiebt ebenfalls. Die Forth Street liefert 8h, Pons setzt 700.000 und Shin geht mit. Der River ist Jc: Pons setzt 1,2 Millionen und Shin geht mit. Pons deckt AsKh für zwei Paare auf und Shin passt. Pons hat jetzt 96BB.
Matthew Moss scheidet auf dem 21. Platz aus.
Pons schaut sich um. Paolo gibt ihm am Geländer das Daumen-hoch-Zeichen. Es ist gut, zu wissen, das jemand auf Ihrer Seite ist, wenn Sie mitten in der Schlacht stecken. Es sind zwei Tische übrig - nur zwei. Pons kann es nicht fassen. Griffin Benger nimmt rechts von ihm Platz. Sein Stack ist auf 39BB geschrumpft und er möchte nicht, dass er noch weiter schrumpft. Er möchte All-ins und Calls vermeiden. 
Griffin Benger schaltet Will Kassouf aus, der auf dem 17. Platz landet.
Kenny Hallaert schaltet Jared Bleznick aus, der auf dem 16. Platz landet.
Tom Marchese landet auf dem 14. Platz.
James Obst scheidet auf dem 13. Platz auf.
Und Pons kann keine Hand gewinnen.
Er erhöht und passt bei 3-Bets. Er 3bettet und passt bei 4-Bets. Und sein Stack wird immer kleiner. Sein Herzschlag legt einen Gang zu. Er schwitzt. Es wird langsam warm hier. 
Mike Shin scheidet auf dem 12. Platz aus.
Pons wartet.
Die Chips werden geschröpft.
John Cynn wird ausgeschaltet und landet auf dem 11. Platz.
Er hat es an den inoffiziellen Finaltisch geschafft. Er kann es nicht fassen. Paolo kann es nicht fassen. Er hat nun garantierte $ 650.000 und hatte sich für € 30 qualifiziert. 
Er saugt das Gefühl auf.
Er nimmt drei tiefe Atemzüge, die tiefsten Atemzüge seines Lebens. Es sind zehn Teilnehmer übrig. Ein Teilnehmer scheidet noch aus und der Rest bildet die November Nine. Das Leben wird sich ändern. Außerdem gibt es einen Gewinnsprung von $ 350,000. Aber einen wird es schwer erwischen. 
Pons zählt seine Chips. Er hat 18BB. Jerry Wong besitzt 22BB und Joshua Weiss hat 7BB. 
Das Spiel verläuft im Schneckentempo.
Jack Effel lässt sich Hand für Hand spielen und hebt das Recht der Spieler auf, wegen des Spieltempos die Uhr aufzurufen. 
Pons fällt auf 17BB, 16BB, 15BB.
Er blickt immer wieder zu Weiss.
Unternimm doch etwas.
Unternimm doch etwas.
Kenny Hallaert eröffnet am Button, der Small Blind passt. Weiss befindet sich in der Big Blind-Position mit 3BB. 
Geh All-in, bitte, geh All-in.
Weiss passt.
Pons fällt auf 14BB, 13BB, 12BB. 
Er weiß, dass er nur die Wahl hat, entweder All-in zu gehen oder zu passen. Er will diese Entscheidung nicht treffen. Er wünscht sich, er könnte einen längeren Spaziergang machen, zurückkehren und dann feststellen, dass jemand ausgeschieden ist. Plötzlich geht es nicht um $ 8 Millionen. Es geht nicht darum, seine Frau stolz zu machen. 
Es geht nur um Eines: die November Nine zu erreichen. 
Im Spiel zu bleiben, ist alles.
Aber es bleibt nicht mehr viel Zeit.
Bitte gib mir keine Hand.
Weiss startet das Geschehen in der Early Position und geht All-in. Der Herzschlag von Pons setzt aus. Das Herz beginnt wieder zu schlagen. Michael Ruane und Gordon Vayo gehen in den Blinds mit. Pons' Herzschlag ist so stark, dass er die Hand auf seinen Brustkorb legt, um zu verhindern, dass seine Rippen brechen. 
Alle Spieler am Tisch wissen, was als nächstes geschehen sollte, nur Weiss nicht. Und es geschieht. Ruane und Vayo verlegen sich bis zum River auf das Schieben. Weiss deckt Ad8c für ein hohes Ass auf.
Oh nein, das könnte gut sein, ein hohes Ass könnte gut sein.
Vayo deckt Qh7s für ein Paar Siebener auf.
Es ist vorbei. 
Keinem fällt auf, dass Ruane die Hand mit zwei Paaren gewonnen hat. Niemanden kümmert es. Einen Moment lang werden Weiss tröstende Hände entgegengestreckt, und dann brechen alle in Jubel aus. 
Pons blickt hinüber zu Paolo und zeigt ihm das Daumen-hoch-Zeichen.
Er bebt am ganzen Körper. 
Er kann es nicht fassen.
Er hat es zu den November Nine geschafft.
Er wird mit 12BB und dem kleinsten Stack im Raum beginnen. Er hat eine Garantiesumme von $ 1 Million. Er könnte $ 8 Millionen gewinnen. Andererseits könnte es die kürzeste Las Vegas-Reise seines Lebens werden. Aber genau das haben alle gedacht, als er sieben Tage zuvor zum ersten Mal hierher kam. 
Jeder bis auf Pons.
Jeder bis auf Paolo.
Jeder bis auf seine Frau.
Und als Pons seinem Chef für die zusätzliche arbeitsfreie Zeit dankte, war es ihm ein wenig peinlich, um noch mehr Urlaub im November zu bieten. 
„Wofür diesmal?“, fragte sein Chef.
„Ich fahre noch einmal nach Las Vegas, um zu sehen, ob es wirklich Wunder gibt“, erwiderte Pons. 
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