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Mit Hilfe des Geschäftssinns beim Poker gewinnen

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Als ich nach meine Ausscheiden auf dem dritten Platz des WSOP Main Events 2015 interviewt wurde antwortete ich auf eine Frage durch das Aufzeigen der Ähnlichkeiten eines Software Startups mit einem Pokerturnier. Es gibt eine hohe Varianz. Nur die obersten 10% bekommen ein Preisgeld. Und nur die obersten 1-2% machen wirklich Geld. Süße Analogie, dachte ich mir. 

Nach weiterer Bedenkzeit wurde mir klar, dass nicht nur die Ähnlichkeiten erschlagend sind, sondern auch die benötigten Fähigkeiten stark überlappen. Andere haben bereits davon berichtet was Poker ihnen über Business beigebracht hat. Meine Erfahrung ist genau umgekehrt. Meine über 30 Jahre als Geschäftsmann haben mich zu einem viel besseren Pokerspieler werden lassen. 

Ich habe einen irgendwie erzwungenen und extrem zufälligen Karrierewandel kurz nach meinem 61. Geburtstag erlebt. In den zwei Wochen zwischen meinem ersten Las Vegas Trip im Jahre 2015 in der Mitte des Juni und dem Main Event zu Beginn des Juli wurde ich entlassen. Mein Startup Softwareunternehmen wurde zwei Jahre zuvor von Intuit gekauft wurden und meine dortige Amtszeit seinen Verlauf genommen hatte. 

Obwohl dies nicht überraschend war, ließ ich mich mit nur wenigen Möglichkeiten meinen Lebensunterhalt zu verdienen zurück. Wie sich jedoch rausstellte waren viele der Fähigkeiten, die mich dazu befähigten in Technologie Startups erfolgreich zu sein, auch am Pokertisch sehr nützlich. 

Immer einen Plan haben  
Erfolg in einem Startup zu haben erfordert eine Vision. Jedes Unternehmen sucht nach einem Visionär der erkennt wie sich der Markt entwickelt, was die Kunden kaufen werden und in seltenen Fällen sogar ganze neue Märkte entstehen lässt (beispielsweise Oracle, Google, Facebook und Uber). Sobald eine langfristige Vision definiert ist, ist es an der Zeit einen Plan zum Erreichen dieser Vision aufzustellen.

Dieser Plan sollte viel Bewegungsfreiraum biete, sodass man mit unerwarteten oder unglücklichen Geschehnissen fertig werden kann, die die Strategie beeinflussen. Nun klingt es mehr und mehr nach einem Pokerturnier. Im Geschäftsleben muss man entweder die Stärken ausspielen die man hat, oder dort Stärken entwickeln wo man aktuell noch Schwächen hat. Diese kann man entweder durch Training, Personal oder Akquisition bekommen. Darüber hinaus muss man ständig die Strategie anpassen und verfeinern, um mit internen und externen Veränderungen und neuen Informationen umgehen zu können.  

Auch beim Turnierpoker muss man stets mit einem Plan beginnen. Regelmäßig muss man diesen anpassen, da sich die Stackgrößen, die Tischdynamik und die Turniersituation inklusive ICM (Independent Chip Model welches genutzt wird um den Dollarwert der Chips zu bestimmen).  Selbst innerhalb einer Hand (genau wie bei Gelegenheit einen Kunden zu gewinnen) muss man stets die Informationen nutzen und die Hand ständig kritisch auf jeder Straße hinterfragen. 

Jeder der in ein Pokerturnier einsteigt, aber keinen Plan verfolgt, vertraut lediglich auf sein Glück. Dies wird umso wahrer je tiefer man im Turnier steckt. In der Vorbereitung auf den Final Table des Main Events fokussierten meine Coaches und ich uns auf das Finden von guten Möglichkeiten um Preflop eine 3-bet oder 4-bet anzubringen, wenn die Wahrscheinlichkeit dass der Gegner nur schwer callen kann hoch ist. 

Diese Strategie passte perfekt zu meinen Stärken, da ich gut darin war diese Situationen zu finden. Hinzu kommt, dass das Risiko niedrig war, da ich wenige Chips riskieren musste um vergleichsweise viele Chips gewinnen zu können. Falls jemand starke Gegenwehr zeigen würde, hatte ich meist einen einfachen Fold und konnte mich auf die nächste Hand konzentrieren, ohne einen Großteil meines Stacks verloren zu haben. Jedoch erforderte auch diese einfache Strategie einen klaren Aktionsplan und eine konkrete Taktik. 

Prinzipiell musste geklärt werden was passiert, wenn die ersten 1, 2 oder 3 Versuche fehlschlagen? Wie passe ich mein Spiel an, wenn die anderen Spieler meinen Plan durchschauen? (Der Final Table der WSOP wurde mit einer 30-minütigen Verzögerung auf ESPN ausgestrahlt, sodass jede Aktion etwas später jedem Spieler am Tisch bekannt ist.)

Was sollte getan werden wenn jemand Reraised oder All-In geht? Wie fahre ich fort wenn ich gecallt werde? Wie sich herausstellte funktionierte meine Strategie am ersten Tag des Main Events tadellos. Ich 3-bettete häufiger als jeder andere und verlor nur eine Hand in der ich eine 3-bet oder 4-bet anbrachte. Dennoch musste die Strategie für den zweiten Tag angepasst werden, da sich die Informationslage über mein Spiel und das meiner Gegner erheblich verändert hatte. 

Der Schlüssel zum Erfolg lag darin, mit einem klaren Blick für die Veränderungen der Nacht an den Tisch zu kommen, darauf zu achten wie meine Strategie umgesetzt werden kann und ausreichend flexibel zu bleiben um mit unerwarteten und unglücklichen Ereignissen umgehen zu können.

Die besten Leute ins Team holen 
Im Geschäftsleben habe ich beim Anheuern von Mitarbeitern stets darauf geachtet, dass ich Menschen finde die meinen Platz einnehmen könnten und die Stärken haben die meine unterstützen. Würde ich eine Dienstleistung anbieten würde ich Regionalleiter haben wollen, die machen können was ich mache und das hoffentlich sogar besser. Falls nicht heute dann in jedem Fall in Zukunft. Falls ich nicht gut im Marketing bin, brauche ich einen begnadeten Marketingexperten. Jedoch ist es genau so wichtig niemals Prima Donnas einzustellen. Ich möchte Menschen die ambitioniert und talentiert, aber auch wahre Teamspieler sind. 

Ich hatte das große Glück ein tolles Coachingteam aufzustellen, das von Juli bis November mit mir gearbeitet hat. Dieses Team wurde von Amir Lehavot, der im Jahre 2013 den dritten Platz im Main Event erreichte, angeführt. Ich traf Amir bereits einige Jahre vorher beim Poker kennen gelernt und wir haben eine lockere Freundschaft entwickelt. Als ich zwei Wochen vor dem Main Event von Intuit entlassen wurde, rief ich Amir an um über Coachings und der Möglichkeit Profi zu werden an. 

Wir trafen uns am zweiten Tag des Main Events und an einem gewissen Punkt hatten wir keine großen Fantasien von einem riesigen Preisgeld. Amir, der stets freundlich aber ehrlich und analytisch ist, begann ein wundervolles Bild von professionellem Turnierpoker und der hohen Varianz, selbst bei den Besten (und ich war definitiv keiner von ihnen) zu zeichnen. Wir verschoben die Diskussion auf einen späteren Zeitpunkt, blieben aber während der nächsten sieben Julitage in Kontakt. Als ich den Final Table erreichte war mir klar, dass Amir der beste Coach für mich sein wird. Er war dort am talentiertesten, wo ich die größte Hilfe brauchte, auf der mathematischen und analytischen Seite des Spiels. 

Wir planten zwei Final Table Simulationen durchzuspielen, in denen acht professionelle Spieler die Rolle meiner Gegner einnahmen. Wir führten so viel Recherche über diese durch, wie nur möglich. Wir analysierten alle verfügbaren Hände und Amir stellte ein unglaubliches für die Simulationen zusammen. Wir arbeiteten mit einigen Menschen mit denen auch Amir gearbeitet hat, als er im Jahre 2013 Simulationen durchgeführt hat: Ryan Welch, Matt Stout, Brent Hanks, James Carroll und nahmen Leute wie Justin Young, Ben Palmer, Mike Benvonuti, Brendon Myers und den brillanten Tom Marchese hinzu. Ich kann mir kein besseres Team vorstellen (auch wenn Cal Anderson, Joe McKeehens Coach und Fedor Holz ebenfalls toll gewesen wären). 

Als die erste Simulation zu Beginn des Oktobers begann, dachte ich, dass ich in guter Form sei. Ich hatte große Zuversicht, da ich sechs lange Wochen mit Amir verbracht habe. Jedoch hatte ich große Ehrfurcht vor den Leuten am Tisch und dies war wahrscheinlich der Grund dafür, dass ich drei schlimme Fehler in der ersten Spielstunde machte. Diese Menschen sind nicht nur tolle Spieler, sie sind tolle Menschen und fantastische Lehrer. Sie waren geduldig mit mir und als wir uns am Ende des Oktobers wieder getroffen haben hatte mein Spiel sich deutlich verbessert. 

In der Woche vor dem Final Table verbrachte ich einen langen Tag mit Matt Stout und Tom Marchese. Wir konzentrierten uns hauptsächlich auf ICM und dem Spiel mit sechs oder weniger Spielern. Als wir damit fertig waren fühlte ich mich zum ersten Mal bereit für den Final Table. Ohne die mit Amir investierte Arbeit und diese Leute wäre es unmöglich gewesen meine gute Platzierung zu erreichen. Und ich habe Freunde fürs Leben gefunden. 

Anpassungen sind Teil des Spiels
Im Jahr 1996 ging Visigenic, ein Startup in dessen frühen Team ich war, an die Börse. Das fantastische daran warn, dass keines der Produkte die zum Börsengang führten mit den anfänglichen Produkten und Plänen des Unternehmens zutun hatte. Wir hatten damit begonnen an einer visuellen Benutzeroberfläche für die App Entwicklung zu arbeiten und hatten eine Plattform geschaffen die es dieser Benutzeroberfläche erlaubte auf Daten zuzugreifen. Noch bevor wir den ersten Kunden hatten, legten wir den Fokus auf diese Datenzugriffstechnologie (ODBC, falls sich jemand dafür interessiert). Obwohl dies erste Umsätze brachte, wurde der Börsengang durch den Kauf eines Unternehmens ermöglicht, welches eine vollkommen andere Technologie hatte, welche die aufgeteilte App Entwicklung erleichterte (CORBA). Dies war ein weiteres Geschäft welches auf Daten beruhte und zum gleichen Ziel führte - jedoch über einen völlig anderen Pfad.

Am ersten Tag des Final Tables musste ich keine großen Veränderungen an meiner Strategie vornehmen. Jedoch musste ich meine Strategie stets anders umsetzen, damit ich nicht vorhersehbar wurde. Wahrscheinlich tat ich dies am dritten Tag des Final Tables nicht optimal. Josh und Joe hatten gesehen wie ich mit einer marginalen Hand 3-bettete, was dazu führte, dass Josh All-In ging als ich ihn mit A7h 3-bettete. Er wusste dass mit nur noch zwei Gegnern meine 3-bet Range sehr weit sein würde. Ich musste in einer Situation folden, in der ich vorne war. (Er hatte KJ.)

Es wäre besser gewesen mich an die Situation anzupassen und direkt All-In zu gehen, sodass er es nicht tun konnte. Immer wenn ich ein Turnier spiele in dem die Gegner nur wenige Hände spielen, kein gutes Balancing beweisen und Angst vor Risiken haben, werde ich eine Strategie verfolgen die genau diese Schwächen ausnutzt. Wenn ich jedoch dann an einen Tisch mit vielen sehr analytisch vorgehenden Spielern mit Onlinepoker Erfahrung gesetzt werde, muss die Strategie signifikant angepasst werden um mit der neuen Situation, den neuen Informationen und den Möglichkeiten umgehen zu können. 

Könnte ich diese Anpassungen auch vornehmen, wenn ich im Geschäftsleben nicht in ähnlichen Situationen gewesen wäre? Vielleicht, aber durch meine Karriere geschehen diese beinahe instinktiv. 

Um zu gewinnen müssen (kalkulierbare) Risiken eingegangen werden 
Während einige Softwareunternehmen gut damit fahren bereits erprobte Ideen zu nehmen und diese besser umzusetzen als die Konkurrenz, landen die großen Gewinne bei denen wie unbekannte oder noch nicht erprobte Märkte für sich erschließen. Mein tatsächlicher Einstieg in die Welt der Software war bei Informix (später Relational Database Systems, RDS) im Jahre 1983. Es gab weitere Unternehmen die damit begonnen hatten kommerzielle Datenbanksysteme zu verkaufen (Ingres, Orcale, Unify), doch wenn wir das Produkt dem Kunden vorführten stand auf der ersten Folie im Deck "Was sind Relational Database Systems?". Einige Jahre später verschwand diese Folie, doch wir setzten auf eine ziemlich neue Technologie die zunächst erklärt werden musste. 

Zusätzlich ging Informix zwei weitere riskante Wetten ein: Dass Mikrocomputer sich durchsetzen würden und das UNIX das Betriebssystem für diese sein wird. Oracle und Ingres fokussierten sich auf größere, bereits kommerziell erfolgreiche VAX Maschinen die VMS laufen ließen. In der Mikrocomputerlandschaft gab es zu der Zeit dutzende Hersteller von denen keiner bekannt war oder aktuell ist. UNIX war im akademischen Umfeld zwar bekannt (es wurde zu großen Teilen an der UC Berkeley entwickelt), jedoch in der Unternehmenswelt ungetestet. Somit gingen wir nicht eine, sondern insgesamt drei riskante Wetten ein. Falls eine von ihnen nach hinten losgegangen wäre. wäre das gesamte Unternehmen den Bach hinunter gegangen. Jedoch lief alles glatt und Informix ging 1986 an die Börse und erreichte einen Marktwert von mehreren Milliarden Dollar. 

Beim Turnierpoker müssen ebenfalls Risiken eingegangen werden. Wer nur auf zwei Asse wartet und seine Chips nur mit der besten Hand riskiert kann keinen Erfolg haben. Der Markt (Tisch) muss ständig neu evaluiert werden und Bluffs sowie dünne Valuebets sind essentiell. Dies kann man jedoch nicht im Vakuum machen. Man muss verstehen was aktuell um einen herum geschieht und welche Risiken sich wahrscheinlich lohnen werden. In großen und langsam voranschreitenden Turnieren kann man sich etwas mehr Zeit lassen und auf günstige Gelegenheiten warten, doch selbst im Main Event mit 30.000 Startchips und einer langsamen Struktur wird man nach und nach seine Chips verlieren und schlussendlich mit QQ gegen AA All-In gehen und verlieren. 

In schnelleren Turnieren wie beispielsweise einem regionalen, täglich stattfindenden Turnier mit 20-minütigen Blindlevels muss man noch deutlich risikobereiter sein, während man dennoch einen Vorteil aus dem typischen Spielern zieht, der niemals sein Toppair foldet und es hasst KT oder ein A auf ein Preflopraise wegzulegen. 

Man muss die Kunden und die Konkurrenz verstehen
 
Im Geschäftsleben muss man verstehen was die Wünsche und die Motivation der Kunden sind: 

  • Wollen sie Innovation oder Sicherheit?
  • Achten sie sehr auf die Kosten?
  • Sind sie bereit große Risiken für eventuell große Profite einzugehen?
  • Wollen sie ihre Karriere vorantreiben, oder nur nicht gefeuert werden?  

    Ich kann mich noch genau an ein Treffen mit einem Informix-Kunden erinnern, in dem wir seine Wünsche und die passenden Produkte analysiert haben. Nach etwa einer Stunde bat unser Vertriebsleiter, der der beste Verkäufer war mit dem ich je gearbeitet hatte, um eine Pause und wir gingen in einen separaten Raum um das Angebot was wir dem Kunden unterbreiten würden zu besprechen. Er fragte mich, den technischen Vertriebler, was ich vorzuschlagen hatte. Ich sagte ihm was ich für die Bedürfnisse des Kunden hielt und was wir für ein Angebot machen sollten. Dabei handelte es sich um ein Auftragsvolumen von etwa $150.000. Er entgegnete dass der Kunde seiner Einschätzung nach eine deutlich umfangreichere Lösung suchte und schlug einen Deal von rund $250.000 vor, dem der Kunde schnell zustimmte. Er hatte einen deutlich besseren Read auf den Kunden als ich. Das begeistert mich noch heute.  

In Turnieren gibt es die gleichen Bedürfnisse und Wünsche: 

  • Will der Spieler einfach nur ins Preisgeld?
  • Sind sie bereit Risiken einzugehen?
  • Sind sie rücksichtslos?
  • Werden sie niemals ein Toppair folden, selbst auf einem gefährlichen Board?

Obwohl physische Tells manchmal wertvoll sind wenn es darum geht wie man eine Hand spielt, bieten die Bedürfnisse und Wünsche des Spielers deutlich tiefere Einblicke. 

Die Arbeit die wir investierten um die anderen Spieler am Finale Table zu analysieren entschied maßgeblich über unseren Plan. Wir wussten, dass Joe McKeehen in der Lage war sehr knappe Calls am River mit marginalen Händen zu machen. Der Plan war dementsprechend auf Bluffs am River zu verzichten, wenn wir keine besonders überzeugende Hand repräsentieren konnten. (Dies vergaß ich leider am dritten Tag mit Q8!) 

Wir erwarteten, dass Pierre sehr vorsichtig spielte und nur selten am River eine marginale Hand in einen Bluff verwandeln würde. Als ich also am zweiten Tag ein Fullhouse in der Hand hielt, setzte ich am River anstatt einen Bluff induzieren zu wollen. Hätte ich die selbe Hand gegen Max, Zvi oder Josh gespielt, hätte ich den River gecheckt, da ich meine Range sehr limitierte hatte, als ich den Turn checkte, da das Board gepairt wurde und am River das dritte Pik kam und somit das Board sehr gefährlich für ein Toppair war. Zvi, Max und Josh hätten sehr wahrscheinlich am River gesetzt, um mich von einem Toppair (Könige) oder Overpair (AA) zu holen.   

Man braucht einen langen Atem 

Einer der Tendenzen die mir den Glanz der Software Startups geraubt haben ist der Trend dass nach schnellen Gewinnen Ausschau gehalten wird. Man interessiert sich nicht dafür ein echtes Geschäft zu entwickeln oder einen langfristigen Kunden aufzubauen. Das gefällt mir nicht. Es ist interessanter ein langfristig profitables Unternehmen aufzubauen, welches auf erstklassigen Mitarbeitern, echter Technologie und loyalen Kunden besteht. In dieser Welt muss man sich auf seine langfristigen Ziele konzentrieren und bereit sein kurzfristige Rückschläge , die unausweichlich sind, wegstecken zu können.  

In Turnieren muss man sehr konsistent spielen. Es wird Bad Beats geben. Wer noch nie gegen einen Zweiouter verloren hat, hat noch nicht viel gespielt. Man darf nicht eingeschnappt werden. Man darf nicht auf "Tilt" gehen. Man muss den Chipstack, den Position am Tisch und im Turnier und die eigene Taktik neu einschätzen und weitermachen. Dies ist leicht gesagt, aber jeder Spieler war schon mal auf Tilt und hat im Ergebnis schlechte Entscheidungen getroffen. 

Es ist hart das All-In eines schlechten Spielers mit der besten Hand zu callen und anschließend zu verlieren.  

In solchen Situationen muss man sich selbst drei Dinge sagen:  

  1. Man hat die Hand gut gespielt. Es gibt keine Verbesserungsmöglichkeit.
     
  2. Wenn man als 10-1 Favorit 11 Mal All-In geht, wird man statistisch gesehen einmal verlieren. So ist das Spiel das wir spielen.  

  3. Man möchte, dass der Gegner so spielt. Langfristig wirst du immer gewinnen und hast +EV (positiver erwarteter Wert) gespielt   
Jeder Profi will, dass der Spieler der nur auf sein Glück vertraut weiterspielt. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt von ihnen. Wenn man ein Spiel spielt in dem kein Glück involviert ist, werden die schlechten Spieler schnell wieder aufhören. Schach ist ein gutes Beispiel dafür.  

Man muss seine Hausaufgaben machen
Egal wie erfolgreich man ist, wer nicht auf dem neuesten Stand bleibt kann in der Welt der Softwareentwicklung nicht vorwärts kommen. Die Industrie und Technologie verändert sich in rasender Geschwindigkeit. Man muss den intelligenten Menschen zuhören. Man muss ständig mehr über den Markt lesen und nach Veränderungen Ausschau halten.  

Ich habe häufig beobachtet wie sehr erfolgreiche Entrepreneure sich auf ihren Erfolg von vor über einer Dekade verließen. Zwar sind die dort gesammelten Erfahrungen informativ, doch ist es sehr wichtig zu verstehen dass sich alles geändert hat und was vor zehn Jahren zum Erfolg geführt hat kann heute bereits keinerlei Einfluss auf den sich veränderten Markt mehr haben.  
Auch Pokerspieler müssen auf dem neuesten Stand bleiben. Es gibt etliche Profis die großen Erfolg in der Zeit vor dem Onlinepoker hatten. Jedoch haben sie es verpasst sich den dramatischen Veränderungen anzupassen und die riesigen Datenmengen nicht genutzt um ihr Spiel und ihre Strategien zu verbessern. 

Vor 20 Jahren wurde das Spiel wurde zum größten Teil nach Gefühl und Instinkt gespielt. Heute dreht sich alles um Mathematik und Spieltheorie. Es gibt hunderte gute Pokerbücher und hunderte gute Lehrvideos aus denen man lernen kann. Wer nicht an seinem Spiel arbeitet, wird keinen Erfolg haben können. Die Arbeit mit Profis wie Amir Lehavot, Matt Stout, Ryan Welch und Tom Marchese hat mich nicht nur sehr von deren Wissen, sondern auch ihrer Arbeitsmoral begeistert. Sie verbringen genau soviel Zeit mit dem Studium des Spiels, wie an den Tischen. Dies zeigt sich auch in ihrem konstanten Erfolg.

Meine Karriere hat mir in jeglicher Hinsicht viel Erfolg gebracht. Sie hat mich jedoch auch auf meine Pokerlaufbahn vorbereitet.
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