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Zuordnen von Handreihen zu Gegnern

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Wenn Sie viel Poker gespielt haben, sind Sie bestimmt schon in Situationen gewesen, in denen jemand schon vor dem Flop All-In ging – nur damit ein Gegner sagt: „Ich denke, ich komme mit meinem kleinen Paar nicht gegen dein A-K an“. Höchstwahrscheinlich hat der Caller das Konzept mehrerer Händen beim Gegner nicht verstanden.

Stellen Sie sich als Beispiel einen starken, sicheren Spieler mit einem Stack von $ 200 in einem $ 1- bis $ 2-Spiel vor, der in Early Position auf $ 6 erhöht. Sie müssen sich dabei klar machen, dass er diese Erhöhung auf $ 6 mit verschiedenen Händen machen würde, nicht nur mit einer bestimmten. Selbst wenn er in diesem Fall eine bestimmte Hand hält, ist das irrelevant, da Sie die genaue Hand nicht kennen. 

Die Tatsache, dass Ihr Gegner erhöht, erlaubt es Ihnen, sofort einige potenzielle Hände auszuschließen. Sofern Ihre Annahme von seiner Spielklasse richtig ist, würde er bei seinen schlechteren Händen aussteigen. Er würde auch bei mittelmäßigen Händen wie A-7 und Q-9 aussteigen, da er in Early Position ist. 

Sie werden feststellen, dass sehr gute Spieler bei Händen wie diesen erhöhen:

Verstehen von Handreihen

Diese Reihe setzt voraus, dass Ihr Gegner bei jeder Hand erhöht, die er auch ausspielen möchte, und nicht einfach hinwirft. Es ist also wichtig, die Reihen für jeden Spieler anhand seiner speziellen Tendenzen zu beurteilen. Ist der Gegner hingegen bei den schlechtesten Händen in dieser Reihe ausgestiegen oder ist er sehr risikofreudig und erhöht bei den verschiedensten schlechten Händen, ändert sich unsere Bewertung der Situation erheblich.

Machen wir mit dem Beispiel oben weiter (der sichere, starke Spieler hat in Early Position erhöht). →

Sie haben 9s-9c und entscheiden sich mitzugehen.

Alle anderen Spieler steigen aus.

Als Flop werden Kc-8d-5s aufgedeckt.

Ihr Gegner setzt $ 10 in den $ 15-Pot.

Wenn Sie wissen, dass Ihr Gegner gerne mit allen möglichen Händen einen Folgeeinsatz auf den Flop macht und schon vor dem Flop aggressiv spielt, können Sie die Handreihe nicht eingrenzen. Bei Spielern, die mit einigen Händen setzen und mit anderen schieben, erhalten Sie aus deren Handlungen wertvolle Informationen, die Ihnen dabei helfen, die Reihe einzugrenzen.

Mit einem Chancenrechner werden Sie feststellen, dass Ihre 9-9 in 46 % der Fälle gegen die angenommene Reihe gewinnt, selbst wenn der Flop einen König enthält.

(Hinweis: Alle Prozentangaben in diesem Artikel können mit einem kostenlosen Chancenrechner überprüft werden.)

Auch wenn Sie in dem Moment „hinten“ sind, ist wegen Ihrer Pot Odds Mitgehen die richtige Entscheidung. Sie müssen mit $ 10 mitgehen, um den $ 15-Pot zu gewinnen – plus der $ 10 von Ihrem Gegner und der $ 10, die Sie setzen. Das bedeutet, dass Sie nur 10/35 = 29 % der Spiele gewinnen müssten.

Da Sie wissen, dass Sie in 46 % der Fälle die beste Hand halten, aber nur in 29 % der Fälle gewinnen müssen, sollten Sie mitgehen. Sie sollten sich unbedingt verdeutlichen, dass wir nicht mitgehen, weil wir „beim Gegner A-Q annehmen“ – wie es die meisten Amateure tun. Wir steigen auch nicht aus, weil wir denken: „Der Gegner hält K-Q“.

Passen Sie Ihre Reihe an die Spielweise Ihrer Gegner an

Der Turn ist (Kc-8d-5s)-4c

Gehen wir davon aus, dass Ihr Gegner bei Turn und River unkompliziert spielt – also bei guter Hand setzt und bei einer mittelmäßigen oder schlechten Hand schiebt. Wenn Ihr Gegner setzt, sollten Sie aussteigen, da sein Setzen die Reihe auf ein Top-Paar oder eine noch bessere Hand eingrenzt.

Da Sie gegen ein Top-Paar keine Chance haben, fällt das Aussteigen leicht. Selbst wenn Ihr Gegner beim Flush und einigen mittelmäßigen Paaren setzt, ist Aussteigen eine gute Wahl, da Sie auch in diesem Bereich verlieren würden. Sie gewinnen vielleicht 4 % solcher Spiele mit Setzen auf den Turn – nicht genug für das Mitgehen. Die Reihe beim Setzen eines solchen Gegners auf den Turn würde in etwa so aussehen:

Wenn Ihr Gegner jedoch schiebt, können Sie alle Top-Paare und besseren Hände aus der Reihe ausschließen. Es blieben dann alle andere Hände unter den Top-Paaren übrig – und gegen diese Reihe gewinnen Sie in 69 % der Fälle.

Die Reihe beim Schieben eines solchen Gegners auf den Turn würde in etwa so aussehen:

Bitte beachten Sie, dass Sie zwar gegen einige Hände in der Reihe Ihres Gegners verlieren würden (z. B. Q-Q, J-J und T-T), der Großteil der Reihe jedoch nicht besonders gut ist. Wenn Sie die Reihe Ihres Gegner entschlüsselt haben und es einige River-Karten gibt, die Ihre Hand deutlich verschlechtern würden (z. B. Ass, Dame, Bube oder Zehn), sollten Sie setzen.

In dieser Situation, sollten Sie in den $ 35-Pot etwa $ 18 einzahlen. Diese Einsatzgröße liefert Ihren Gegnern falsche Pot Odds für das Mitgehen bei Händen ohne Paare, zieht sie aber bei mittelmäßigen Ein-Paar-Händen mit – die Sie schlagen. Und selbst wenn Sie verlieren, geht nicht zu viel Geld verloren. Ein großer Einsatz wäre in dieser Situation ein Fehler, da Ihr Gegner bei Ihrem Setzen auf den Turn nur dann mitgehen würde, wenn Sie die schlechtere Hand haben. Achten Sie immer darauf, Ihrem Gegner eine realistische Chance zu geben, einen Fehler zu machen.

Poker ist natürlich nicht immer so einfach. In dieser Situation würden sich die meisten starken Gegner bei der kompletten Reihe beim Turn für Schieben entscheiden. Beachten Sie: Wenn die Reihen für das Schieben identisch mit der für das weitere Setzen nach dem Flop sind (die denen für das Erhöhen vor dem Flop entsprechen), haben Sie in 50 % der Fälle die beste Hand im Turn und damit eine sehr gute Ausgangsposition.

In dieser Situation ist Schieben eine schwierige Aufgabe für Ihre Gegner. Würden sie bei allen Reihen auf den Turn setzen, wäre auch Ihre Entscheidung sehr schwierig.

Versetzen Sie Ihre Gegner in schwierige Situationen 

Es ist enorm wichtig, die Gegner vor schwierige Aufgaben zu stellen, indem Sie Ihre eigenen Reihen so breit wie möglich machen. Sie erreichen dies, in dem Sie viele verschiedene Hände identisch ausspielen. Ein klassischer Fehler von Amateuren besteht darin, 3 Big Blinds vor dem Flop mit allen spielbaren Händen zu erhöhen, und nur mit genau J-J und T-T auf 5 Big Blinds zu erhöhen. Aufmerksame Gegner werden wissen, dass diese Spieler, wenn sie auf 5 Big Blinds erhöhen, genau J-J oder T-T haben. Dies macht das Spiel gegen sie extrem einfach.

Ein weiterer typischer Fehler von Amateuren ist das fortlaufende Setzen auf den Flop mit sämtlichen Händen außer den absolut besten möglichen Händen. Die Gegner erkennen dann schnell, dass solche Spieler keine der besten Hände haben können, wenn sie setzen. Das schwächt die Reihe für die Flop-Fortführung erheblich und stärkt die eigene Schiebe-Reihe. Sie sollten erkennen, dass eine solche Schwäche leicht zu beheben ist, indem Sie mit Ihren besten und Ihren schlechtesten Händen schieben. Mit dieser Strategie bleiben Ihre Setz- und Ihre Schiebe-Reihen stark. Im Poker ist es nicht wünschenswert, ein Aktion auszuführen, die nur extrem stark oder nur extrem schwach ist.

Nachdem Sie all dies wissen, sollte Ihnen aber auch klar sein, dass bei vergesslichen Gegnern, die nicht verfolgen, was Sie machen, und ihre Karten immer gleich ausspielen, ein „Schutz“ der Stärke Ihrer Reihen nicht nötig ist. Wenn sich Ihre Gegner nur für ihre eigenen beiden Karten interessieren, sollten Sie einfach eine starke, tighte und aggressive Strategie spielen – und sie so schlagen.

Wenn Sie aber beginnen, um höhere Einsätze und gegen bessere Gegner zu spielen, wird es immer wichtiger, dass Sie die Reihen Ihrer Gegner verfolgen und Ihre eigenen stärken.

Lesen Sie auch unbedingt meinen nächsten Artikel, in dem ich das Vermeiden von Tilts beschreibe und wie Sie aufhören, ergebnisorientiert zu spielen.

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