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Starthände im Omaha

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Es wäre schön, wenn es eine komplette Liste gäbe, in der jede Hand im Omaha entsprechend Ihrer Stärke aufgeführt ist. Aber leider ist das nicht möglich. Wie in anderen Pokervarianten auch, hängt die Stärke unserer Starthand von der jeweiligen Situation ab. Verschiedene Faktoren, wie die Größe unseres Stacks, unsere Position und die Art der Gegner, denen wir uns gegenübersehen, beeinflussen, welche Art von Starthand wir bevorzugen.

Stehen wir also völlig im Dunkeln, wenn es um die Frage geht, welche Hände im Omaha die besten sind? Ganz und gar nicht, denn wir können uns verschiedene Prinzipien zunutze machen, die uns dabei helfen, die Stärke unserer Starthand zu erfassen.

Prinzipien der Handauswahl – ein Team aus 4 Karten

Das mit Abstand wichtigste Prinzip der Handauswahl im PLO ist, dass alle vier Karten zusammenarbeiten und gemeinsam eine Hand ausmachen.

Aber ist es nicht beim Omaha so, dass wir nur zwei unserer vier Taschenkarten verwenden dürfen, um daraus eine Hand zu machen? Warum sagen wir dann, dass alle vier Karten zusammenarbeiten müssen?

Lassen Sie uns einen Blick auf folgende Hand werfen:

AsAdJsTd

Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine der besten Starthände in Omaha mit Ausnahme von AsAdKsKd, die üblicherweise als beste Starthand überhaupt gilt.

Zuerst stellen wir fest, dass wir zwei Farben auf der Hand haben und von jeder Farbe genau zwei Karten. Dies wird im Omaha als eine Starthand bezeichnet, die double-suited ist. Startkarten, die double-suited sind, sind immer die besten.

Lassen Sie uns unsere Starthand AsAdJsTd mit der ähnlichen Starthand AsAdJsTs vergleichen.

Dem ungeübten Auge mag es zunächst so erscheinen, dass AsAdJsTs die stärkere Starthand ist, da sie 3 Pik-Karten hat statt zwei. Können Sie erkennen, warum es aber tatsächlich eine viel schwächere Starthand ist als AsAdJsTd?

Der Punkt ist, dass wir mit der Starthand AsAdJsTs in Wirklichkeit unsere eigenen Outs „blockieren“. Es ist wichtig uns daran zu erinnern, dass wir nur zwei unserer Taschenkarten verwenden dürfen, um daraus eine Hand zu bilden. Im Omaha ist es ein typischer Anfängerfehler bei einem Flop von 6s7s2d mit den Taschenkarten AsAdJsTs zu denken, dass wir einen Flush haben, da insgesamt 5 Pik-Karten vorhanden sind.

Haben wir aber nicht. Wir haben nur einen Flush Draw, denn wir dürfen nur 2 Karten von unserer Starthand verwenden.

Die dritte Pik-Karte auf der Hand bedeutet jetzt, dass sich weniger Pik-Karten im Deck befinden, was unsere Chancen verringert, unseren Flush Draw zu komplettieren.

Dangler und Blocker

Ausgehend von diesem ersten Prinzip (vier Karten, die zusammenarbeiten), sollten wir jetzt schon in der Lage sein, weitere ungünstige Pre-Flop-Starthände zu erkennen.

Ein Begriff, der unter PLO-Spielern häufig verwendet wird, ist der Begriff Dangler. Ein Dangler ist typischerweise eine niedrige Karte, die unserer Starthand aus vier Karten in keinster Weise hilft.

Stellen Sie sich vor, wir erhalten:

AsKsJd6c

Können Sie hier den Dangler erkennen?

Die Karten AsKsJd arbeiten alle recht gut zusammen. Die beiden Pik-Karten können uns helfen, einen Flush zu bilden, und A, K, J passen gut zusammen, um nach dem Flop einen Straight oder einen Straight Draw zu erhalten. Die 6c ist aber völlig nutzlos. Sie hilft uns in keinster Weise.

Handkarten ohne eine starke Koordination, d. h. Hände mit einem Dangler, sollten normalerweise vor dem Flop in den Muck gehen. Die Ausnahme könnte sein, dass wir in Late Position sind und glauben eine gute Gelegenheit zu haben, die Blinds zu stehlen.

Obwohl diese 6c eine potentiell starke Hand zu einer mittelmäßigen macht, könnte es schlimmer sein. Können Sie, unter Berücksichtigung dessen, was wir gerade gesagt haben, eine Möglichkeit finden, die Farben in der oben genannten Hand so zu verändern, dass sie noch schwächer wird?

Gut gemacht, falls Sie es herausgefunden haben: AsKsJd6s

Auf den ersten Blick sieht es vielleicht wieder nach einer Verbesserung aus, aber das ist es wirklich nicht. Es ist ziemlich genau die gleiche Hand, mit der Ausnahme, dass wir nun unsere Chancen verringert haben, nach dem Flop einen Flush zu haben, was es zu einer etwas schwächeren Pre-Flop-Starthand macht. Die 6s „blockiert“ unsere Outs für einen Flush Draw. Wir können Sie als einen ungünstigen Blocker bezeichnen.

Lassen Sie uns einen Blick auf ein anderes Beispiel werfen, wie Blocker die Stärke unserer Pre-Flop-Starthand verringern können: QsQcKsKc

Das ist eigentlich eine sehr gute Pre-Flop-Starthand; keine der Karten blockiert uns. Wir haben Chancen auf einen Straight, einen Flush und einen Top-Drilling. Nicht schlecht.

Lassen Sie uns eine Karte austauschen: QsQcQhKc

Wow! Ein Drilling mit Damen. Großartig, nicht wahr? Auf keinen Fall. Diese Hand ist totaler Müll. Eines der großartigen Dinge an einer Hand wie QQxx ist, dass sich immer noch zwei Damen im Kartenstapel befinden, die aufgedeckt werden können. Mit der oben genannten Starthand ist aber nur noch 1 Karte im Stapel, mit der wir uns auf einen Drilling verbessern können. Unsere Hand ist auch nicht mehr „double-suited“.

Wenn wir dieses Prinzip noch ein wenig ausweiten, dann führt uns das zu der Starthand, die als die schwächste Starthand in Omaha gilt: 2s2h2c2d

Ein Vierling. Ironisch, nicht?

Denn natürlich ist es nicht wirklich ein Vierling. Es ist einfach nur ein Paar aus Zweien, bei dem alle unsere Outs blockiert sind. Wir haben keine Chance einen Drilling zu bilden. In vielen Fällen werden wir beim Showdown einfach nur ein Paar aus Zweien haben.

Manchmal bekommen wir vielleicht zwei Paare oder ein Full House, aber es bleiben immer noch extrem schlechte Handkarten, mit denen es sehr unwahrscheinlich ist, dass wir den Showdown gewinnen.

Unterschiede zu Hold’em

Da viele Spieler, die sich an Omaha-Tische setzen, ursprünglich mit No-limit Hold’em begonnen haben, ist es sinnvoll, ein bisschen Zeit darauf zu verwenden, die Unterschiede zwischen den beiden zu hervorzuheben.

AAxx und KKxx sind hier nicht immer die Nuts. Wenn wir vom Hold’em kommen, dann sind wir es möglicherweise gewöhnt, mit KK und AA unabhängig von der Situation schon vor dem Flop All-In zu gehen. Im Omaha kann dies ein großer Fehler sein (unter der Annahme, dass wir die Pot-Limit- oder No-Limit-Variante spielen).

Zuerst sollten wir bedenken, dass AAxx und KKxx im Omaha viel häufiger sind, da wir 4 Karten statt 2 bekommen. Das bedeutet, dass ein All-In mit KKxx fast immer ein wenig riskant ist und dass AAxx nicht immer die Nuts sind.

Etwas wie AsAc9d4h ist in Wirklichkeit eine eher mittelmäßige Starthand im Omaha. Beachten Sie, dass zwischen den 4 Karten kaum Koordination besteht.

Etwas wie das oben genannte AsAdJsTd ist eine viel bessere Wahl für einen Pre-Flop-Stack.

Seien Sie vorsichtig mit Drillingen. Im Hold’em ist etwas wie 22 normalerweise eine einigermaßen spielbare Starthand und wir freuen uns entsprechend, wenn wir unseren Drilling bekommen. In vielen Fällen sind wir bereit, bei effektiven Stacks von 100 BB alles zu setzen. Im Omaha wäre dies ein Riesenfehler. Idealerweise wollen wir nur bei einem Top-Drilling alles setzen, und das bedeutet, dass 88xx+ eine bessere Voraussetzung für das Spielen auf einen Drilling ist, als etwas wie 22xx, was niemals ein Top-Drilling sein kann.

Dieses Prinzip kann auch auf das Bilden eines dominierten Flushes angewandt werden. Da alle Spieler 4 Karten haben, sind starke Starthände viel häufiger. Etwas wie ein 2. Nut Flush mag eine starke Hand im Hold’em sein, aber im Omaha befinden wir uns damit oft auf einem wackligen Untergrund und sollten es wann immer möglich vermeiden, damit Post-Flop All-In zu gehen. Diese Art von Überlegungen sollten in unsere Pre-Flop-Handauswahl einfließen.

Etwas wie Ts2dTd3s mag wie eine großartige Starthand aussehen, da sie double-suited ist. Aber in Wirklichkeit kann sie uns nach dem Flop eine Vielzahl an Problemen bereiten, da es sehr wahrscheinlich ist, dass wir einen dominierten Flush bekommen.

Rundowns

Es gibt eine weitere wichtige Starthand im Omaha, die erwähnt werden muss: Rundowns.

Rundowns sind praktisch das Gegenstück zu Suited Connectors im Hold’em. Sie besitzen für gewöhnlich nicht eine so hohe Raw Equity wie Starthände mit hohen Karten, aber sie haben großes Potential und ein Element der Täuschung.

Wie alle anderen Starthände im Omaha funktionieren Rundowns am besten, wenn sie double-suited sind: Ts9d8s7d

Mit Rundowns kann man nach dem Flop Wraps erhalten. Im Omaha sind Wraps der Begriff für Straight Draws mit vielen Outs. Da wir 4 Karten halten, ist es möglich mit einem Wrap nach dem Flop bis zu 20 Outs zu haben.

Rundown-Karten müssen nicht direkt aufeinander folgen – Rundowns werden hinsichtlich ihrer Stärke danach unterschieden, wo die „Lücke“ auftaucht.

Zum Beispiel ist Ts8d7s6d eine Rundown-Starthand, aber es gibt eine Lücke zwischen den beiden höchsten Karten. Wir können diese Starthand als „Ten-high rundown, top gap“ beschreiben.

Rundowns mit einer Lücke im unteren Bereich werden typischerweise als stärker eingeschätzt als Rundowns mit einer Lücke weiter oben: Ts9d8s6d

Deshalb wird die oben beschriebene „Ten-high rundown with bottom gap“ als etwas stärker bewertet als die davor genannte Starthand.

Prinzipien und keine Auflistung

Prinzipien, wie die in diesem Artikel beschriebenen, sollten im Vordergrund stehen, wenn wir über unsere Pre-Flop-Handkarten nachdenken. Eine Handübersicht ist nicht realistisch, denn es gibt 16.432 Starthände im PLO. Und dies nur unter der Voraussetzung, dass die Farbe egal ist, da Farben keinen relativen Wert haben. Wenn wir die Farbe berücksichtigen, dann gibt es 270.725 mögliche Kombinationen für Pre-Flop-Handkarten.

Anstatt uns also alle möglichen Pre-Flop-Starthände einzuprägen, wollen wir für jeden Einzelfall eine auf Prinzipien basierende Entscheidung treffen. Und wir sollten uns immer an das wichtigste Gesetz der Handauswahl im Omaha erinnern: alle vier Karten müssen zusammenarbeiten.

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